«Gehen Sie nicht
wegen jedem Bobo
zum Arzt!»

Jeder Einzelne kann etwas tun!

Wir können gemeinsam etwas gegen steigende Gesundheitskosten und damit immer höhere Krankenversicherungsprämien tun. Wie? Indem wir Eigenverantwortung übernehmen und uns fragen: Ist es wirklich nötig, mit jedem «Bobo» gleich zu einem Arzt oder auf die Notfallstation eines Spitals zu gehen? Oder reicht auch ein niederschwelligeres Angebot oder gar meine Hausapotheke? Jeder vermiedene Arzt- oder Spitalbesuch entlastet das Gesundheitssystem und hilft, Kosten zu sparen. Das kommt letztlich uns allen zugute.

Eigenverantwortung wirkt. Auch gegen hohe Gesundheitskosten. So kann jede und jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag zugunsten des Gemeinwesens leisten.

 

«Wir möchten mit dieser Kampagne die Bevölkerung sensibilisieren und an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger appellieren. Keinesfalls raten wir grundsätzlich davon ab, bei gesundheitlichen Problemen einen Arzt aufzusuchen. Wer aber bei harmlosen Beschwerden nicht sofort zum Arzt geht, leistet einen Beitrag gegen steigende Gesundheitskosten.»

Regierungsrat Guido Graf, Gesundheitsdirektor Kanton Luzern

 

Gut, aber teuer

Seit 1995 ist der Anteil der Gesundheitskosten im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt stetig gestiegen. 2016 lagen die Gesundheitsausgaben bei rund 12 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Jeder achte Franken fliesst damit in die Gesundheitsversorgung!

Die monatlichen Kosten für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz betrugen 2017 rund 320 Franken pro Person. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die Kosten für Behandlungen beim Arzt und die Kosten für stationäre Spitalaufenthalte.

 

«Bei Heiserkeit muss ich meine Stimme schonen.
Mit Salzwasser gurgeln hilft da genauso gut, wie eine halbe Stunde beim Hausarzt.»

René Baumann alias DJ BoBo

 

Mit der Einführung und Umsetzung des Prinzips «ambulant vor stationär» (AVOS) sowie dem Angebot «Gemeindeintegrierte Akutbehandlung» (GiA) im Bereich der Psychiatrie ist der Kanton Luzern Pionier im schweizerischen Gesundheitswesen. Die Massnahmen haben massgeblich dazu beigetragen, dass der jahrelange Kostenanstieg abgebremst werden konnte.

 

Die Gesundheitskosten im Kanton Luzern sind im Vergleich zu anderen Kantonen eher tief – und das ohne jegliche Einbussen bei der Qualität. Dies kommt zum Beispiel durch die unterdurchschnittliche Höhe der Krankenkassenprämien zum Ausdruck.

 

 

Krankenkassen-Prämien 2018 (Basis: Erwachse Person, Franchise CHF 300)

 


Obwohl der Kanton Luzern im Vergleich über eine günstige Gesundheitsversorgung verfügt, belasten die jährlich steigenden Gesundheitskosten nicht nur die Krankenkassenprämien der Einwohnerinnen und Einwohner, sondern auch die öffentliche Hand. So hat der Kanton Luzern im Jahr 2017 rund 85 Millionen Franken mehr für die Gesundheitskosten ausgegeben als noch im Jahr 2012.

 

 

Stationäre Gesundheitskosten in CHF Mio.

 

 

Die Kosten liegen im Kanton Luzern zwar unter dem schweizerischen Durchschnitt, der Kostenanstieg unterscheidet sich aber nicht vom nationalen. Das heisst: Auch im Kanton Luzern besteht Verbesserungspotential. Und dazu kann jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger etwas beitragen.

 

«Ich versuche, nicht vorschnell zum Arzt zu gehen.»

Regierungsrat Guido Graf

 

 

Wir Luzerner tragen gemeinsam Verantwortung.

Auch bei den Gesundheitskosten.

 

 

Dr. med. Roger Harstall, Kantonsarzt